Die Andreaskirche ist nach 1 jähriger Renovierungszeit wieder geöffnet

Nach der Zeit der Renovierung sind die Türen der Andreaskirche wieder geöffnet. Der erste Gottesdienst fand, unter den Beschränkungen der von der Landeskirche empfohlenen Vorsichtsmaßnahmen, am Sonntag, 17. Mai 2020 um 10 Uhr statt. Die offizielle Wiedereröffnungsfeier ist auf Sonntag, 17. Oktober 2021 festgesetzt.

Herzlich Willkommen in neuem Glanz und alter Frische!

Ihre Evangelische Kirchengemeinde am Ries

Kontakt: Pfarrer Dr. Michael Lichtenstein, Evang. Pfarramt Trochtelfingen, Ostalbstr. 62, 07362/22347

(Die Margaretenkirche in der Wuhrstraße wird während der Zeit der Gottesdienstbeschränkung aufgrund ihrer kleineren Platzzahl geschlossen bleiben.)

Alles neu macht der Mai

Das Wunder der Vergebung


Die beiden Reisenden im Zugabteil saßen sich schon lange gegenüber. Der eine jung, mit einem schäbigen Koffer in der Ablage. Der andere bedeutend älter, gut gekleidet.
Ihre Blicke gingen zwischendurch immer wieder zum Fenster hinaus, wenn die Landschaft wechselte. Schon über eine Stunde saßen sie sich gegenüber und hatten noch kein Wort gewechselt.
 
Der Zug ratterte über eine Brücke. Tief unten schlängelte sich ein Fluss. Dann kam ein letzter Anstieg. Die Fahrt wurde etwas langsamer. Erst als es in die Ebene hinunterging, legte er an Geschwindigkeit zu. Dörfer kamen in Sicht und Straßen. Und jedes Mal, wenn sich Straße und Schienen näher kamen, konnte man sogar die Schilder lesen.
„Nur noch 20 Meilen bis Stockton“, entfuhr es dem Jüngeren. Und wenn gleich er sich dabei auf die Lippen biss, als hätte er Unstatthaftes gesagt, war der Bann gebrochen.
 
Der Ältere lächelte: „Ich komme leider zu selten in diese Gegend. Stockton kenne ich deshalb nicht. Aber sie werden mir vielleicht davon erzählen.“
Längst hatte er gespürt, dass sein Gegenüber unruhiger geworden war, je weiter der Zug in die Ebene hineinfuhr. Jetzt fing der Jüngere zu erzählen an. Er machte nur kurze Pausen.
 
Stockton war seine Heimat. Mehrerer Jahre war er nicht mehr dort gewesen. Seit jenem Tag, als er ins Gefängnis musste. Das lag jetzt hinter ihm. Viel schwerer aber wog, dass er mit seiner Verurteilung Schande über seine Familie gebracht hatte. Nur selten hatte man ihm geschrieben, nie ihn besucht. Ob sie ihm jetzt verzeihen würden? Sonst wollte er am liebsten gar nicht heimkommen, sondern weiterfahren, immer weiter.
Er hatte seinen Eltern einen Brief geschrieben. Sie sollten ihm ein Zeichen geben. Und wenn sie ihn wieder aufnehmen wollten, sollten sie einfach in den Baum vor dem Haus ein weißes Band flechten. Andernfalls nichts tun, gar nichts. Auch das würde ihm viel sagen, furchtbar viel. – Das war gut gedacht. Denn das Haus lag einige hundert Meter vor dem Bahnhof.
Ohne weißes Band am Baum würde er erst gar nicht aussteigen müssen.
 
Die Spannung im Abteil stieg. Stockton kam unaufhaltsam näher. Schon verlangsamte der Zug seine Fahrt. Der junge Mann vergrub sein Gesicht in den Händen. Der Ältere starrte aus dem Fenster. – Dann ging ein Lächeln über sein Gesicht. Das, was er draußen sah, musste der Baum sein. Er sah auf den Jüngeren, der immer noch die Hände vor seinem Gesicht hatte. Er legte ihm die Hand auf die Schulter: „Jetzt müssen Sie hinschauen. Es ist alles in Ordnung. Der Baum hängt voller weißer Bänder.“
Jetzt wagte auch der Jüngere den Blick nach draußen und sah den prächtig geschmückten Baum, zig Willkommensgrüße.
„Das ist ein Wunder!“, entfuhr es ihm. Es war auch eines, ein Wunder der Vergebung.
Dann drückte er dem Älteren die Hand und ließ sie nicht los bis die Bremsen quietschten. Jetzt erst packte er seinen armseligen Koffer und stürzte mit leuchtenden Augen aus dem Zug.
 
     (Quelle: unbekannt)  

Passion Plays 2020 - Bilder des Tages

Passionsspiele der ganz anderen Art werden gerade im Trochtelfinger Pfarrhaus aufgeführt, weil sie dieses Jahr nicht live stattfinden können. Für Sie und Euch werden hier die Ergebnisse aus dem pfarrhäuslichen Morgenkreis präsentiert. Jeden Tag wird eine Szene der Passionsgeschichte nach dem Matthäusevangelium aus dem bewährten und bekannten Spielzeug nachgestellt. Die besten Fotografien schaffen es in eine Powerpointreihe am Ende der Woche. Die Bilder des Tages finden Sie hier und als Kreuzweg an der Trochtelfinger Friedhofsmauer. Herzliche Einladung auf den Weg durch diese Woche.

Ihre Familie Lichtenstein

4.4. Palmsonntag - Einzug nach Jerusalem

 

 

Einzug in Jerusalem


Matthäus 21: 1 Als sie nun in die Nähe von Jerusalem kamen, nach Betfage an den Ölberg, sandte Jesus zwei Jünger voraus

2 und sprach zu ihnen: Geht hin in das Dorf, das vor euch liegt, und gleich werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Füllen bei ihr; bindet sie los und führt sie zu mir!

3 Und wenn euch jemand etwas sagen wird, so sprecht: Der Herr bedarf ihrer. Sogleich wird er sie euch überlassen.

4 Das geschah aber, damit erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht (Sacharja 9,9):

5 »Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig und reitet auf einem Esel und auf einem Füllen, dem Jungen eines Lasttiers.«

6 Die Jünger gingen hin und taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte,

7 und brachten die Eselin und das Füllen und legten ihre Kleider darauf und er setzte sich darauf.

8 Aber eine sehr große Menge breitete ihre Kleider auf den Weg; andere hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg.

9 Die Menge aber, die ihm voranging und nachfolgte, schrie: Hosianna dem Sohn Davids! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe!

10 Und als er in Jerusalem einzog, erregte sich die ganze Stadt und fragte: Wer ist der?

11 Die Menge aber sprach: Das ist Jesus, der Prophet aus Nazareth in Galiläa.

 

 

 

5.5. Karmontag - Die Tempelreinigung

Die Tempelreinigung

 

Matthäus 25: 12 Und Jesus ging in den Tempel hinein und trieb heraus alle Verkäufer und Käufer im Tempel und stieß die Tische der Geldwechsler um und die Stände der Taubenhändler

13 und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben (Jesaja 56,7): »Mein Haus soll ein Bethaus heißen«; ihr aber macht eine Räuberhöhle daraus.

14 Und es gingen zu ihm Blinde und Lahme im Tempel und er heilte sie.

15 Als aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten die Wunder sahen, die er tat, und die Kinder, die im Tempel schrien: Hosianna dem Sohn Davids!, entrüsteten sie sich

16 und sprachen zu ihm: Hörst du auch, was diese sagen? Jesus antwortete ihnen: Ja! Habt ihr nie gelesen (Psalm 8,3): »Aus dem Munde der Unmündigen und Säuglinge hast du dir Lob bereitet«?

17 Und er ließ sie stehen, ging zur Stadt hinaus nach Betanien und blieb dort über Nacht.

[…] 26:  1 Und es begab sich, als Jesus alle diese Reden vollendet hatte, dass er zu seinen Jüngern sprach:

2 Ihr wisst, dass in zwei Tagen Passa ist; und der Menschensohn wird überantwortet werden, dass er gekreuzigt werde.

3 Da versammelten sich die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes im Palast des Hohenpriesters, der hieß Kaiphas,

4 und hielten Rat, wie sie Jesus mit List ergreifen und töten könnten.

5 Sie sprachen aber: Ja nicht bei dem Fest, damit es nicht einen Aufruhr gebe im Volk.

 

5.4. Kardienstag - Die Salbung in Bethanien

Die Salbung in Betanien

 

Matthäus 26: 6 Als nun Jesus in Betanien war im Hause Simons des Aussätzigen,

7 trat zu ihm eine Frau, die hatte ein Glas mit kostbarem Salböl und goss es auf sein Haupt, als er zu Tisch saß.

8 Als das die Jünger sahen, wurden sie unwillig und sprachen: Wozu diese Vergeudung?

9 Es hätte teuer verkauft und das Geld den Armen gegeben werden können.

10 Als Jesus das merkte, sprach er zu ihnen: Was betrübt ihr die Frau? Sie hat ein gutes Werk an mir getan.

11 Denn Arme habt ihr allezeit bei euch, mich aber habt ihr nicht allezeit.

12 Dass sie das Öl auf meinen Leib gegossen hat, das hat sie für mein Begräbnis getan.

13 Wahrlich, ich sage euch: Wo dies Evangelium gepredigt wird in der ganzen Welt, da wird man auch sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie getan hat.

14 Da ging einer von den Zwölfen, mit Namen Judas Iskariot, hin zu den Hohenpriestern

15 und sprach: Was wollt ihr mir geben? Ich will ihn euch verraten. Und sie boten ihm dreißig Silberlinge.

16 Und von da an suchte er eine Gelegenheit, dass er ihn verriete.

 

8.4. Karmittwoch - Das Abendmahl

Das Abendmahl

 

Matthäus 26: 17 Aber am ersten Tage der Ungesäuerten Brote traten die Jünger zu Jesus und fragten: Wo willst du, dass wir dir das Passalamm zum Essen bereiten?

18 Er sprach: Geht hin in die Stadt zu einem und sprecht zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist nahe; ich will bei dir das Passa feiern mit meinen Jüngern.

19 Und die Jünger taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und bereiteten das Passalamm.

20 Und am Abend setzte er sich zu Tisch mit den Zwölfen.

21 Und als sie aßen, sprach er: Wahrlich, ich sage euch: Einer unter euch wird mich verraten.

22 Und sie wurden sehr betrübt und fingen an, jeder einzeln, ihn zu fragen: Herr, bin ich's?

23 Er antwortete und sprach: Der die Hand mit mir in die Schüssel taucht, der wird mich verraten.

24 Der Menschensohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Es wäre für diesen Menschen besser, wenn er nie geboren wäre.

25 Da antwortete Judas, der ihn verriet, und sprach: Bin ich's, Rabbi? Er sprach zu ihm: Du sagst es.

26 Als sie aber aßen, nahm Jesus das Brot, dankte und brach's und gab's den Jüngern und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib.

27 Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus;

28 das ist mein Blut des Bundes, das vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden.

29 Ich sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Weinstocks trinken bis an den Tag, an dem ich von neuem davon trinken werde mit euch in meines Vaters Reich.

30 Und als sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus an den Ölberg.  

9.4. Gründonnerstag - Die Verhaftung

Jesu Gefangennahme

Matthäus 26: 47 Und als er noch redete, siehe, da kam Judas, einer von den Zwölfen, und mit ihm eine große Schar mit Schwertern und mit Stangen, von den Hohenpriestern und Ältesten des Volkes.

48 Und der Verräter hatte ihnen ein Zeichen genannt und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist's; den ergreift.

49 Und alsbald trat er zu Jesus und sprach: Sei gegrüßt, Rabbi!, und küsste ihn.

50 Jesus aber sprach zu ihm: Mein Freund, dazu bist du gekommen? Da traten sie heran und legten Hand an Jesus und ergriffen ihn

51 Und siehe, einer von denen, die bei Jesus waren, streckte die Hand aus und zog sein Schwert und schlug nach dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm ein Ohr ab.

52 Da sprach Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert an seinen Ort! Denn wer das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen.

53 Oder meinst du, ich könnte meinen Vater nicht bitten, dass er mir sogleich mehr als zwölf Legionen Engel schickte?

54 Wie würde dann aber die Schrift erfüllt, dass es so geschehen muss?

55 Zu der Stunde sprach Jesus zu der Schar: Ihr seid ausgezogen wie gegen einen Räuber mit Schwertern und mit Stangen, mich zu fangen. Habe ich doch täglich im Tempel gesessen und gelehrt, und ihr habt mich nicht ergriffen.

56 Aber das ist alles geschehen, damit erfüllt würden die Schriften der Propheten. Da verließen ihn alle Jünger und flohen.

10.4. Karfreitag - Vor Pilatus

Jesus vor Pilatus. 

 

Matthäus 27: 11 Jesus aber stand vor dem Statthalter; und der Statthalter fragte ihn und sprach: Bist du der König der Juden? Jesus aber sprach: Du sagst es.

12 Und als er von den Hohenpriestern und Ältesten verklagt wurde, antwortete er nichts.

13 Da sprach Pilatus zu ihm: Hörst du nicht, wie hart sie dich verklagen?

14 Und er antwortete ihm nicht auf ein einziges Wort, sodass sich der Statthalter sehr verwunderte.

Jesu Verurteilung und Verspottung

15 Zum Fest aber hatte der Statthalter die Gewohnheit, dem Volk einen Gefangenen loszugeben, welchen sie wollten.

16 Sie hatten aber zu der Zeit einen berüchtigten Gefangenen, der hieß Jesus Barabbas.

17 Und als sie versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: Welchen wollt ihr? Wen soll ich euch losgeben, Jesus Barabbas oder Jesus, von dem gesagt wird, er sei der Christus?

18 Denn er wusste, dass sie ihn aus Neid überantwortet hatten.

19 Und als er auf dem Richterstuhl saß, schickte seine Frau zu ihm und ließ ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; denn ich habe heute viel erlitten im Traum um seinetwillen.

20 Aber die Hohenpriester und Ältesten überredeten das Volk, dass sie um Barabbas bitten, Jesus aber umbringen sollten.

21 Da fing der Statthalter an und sprach zu ihnen: Welchen wollt ihr? Wen von den beiden soll ich euch losgeben? Sie sprachen: Barabbas!

22 Pilatus sprach zu ihnen: Was soll ich denn machen mit Jesus, von dem gesagt wird, er sei der Christus? Sie sprachen alle: Lass ihn kreuzigen!

23 Er aber sagte: Was hat er denn Böses getan? Sie schrien aber noch mehr: Lass ihn kreuzigen!

24 Als aber Pilatus sah, dass er nichts ausrichtete, sondern das Getümmel immer größer wurde, nahm er Wasser und wusch sich die Hände vor dem Volk und sprach: Ich bin unschuldig an seinem Blut; seht ihr zu!

25 Da antwortete das ganze Volk und sprach: Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!

26 Da gab er ihnen Barabbas los, aber Jesus ließ er geißeln und überantwortete ihn, dass er gekreuzigt werde.

27 Da nahmen die Soldaten des Statthalters Jesus mit sich in das Prätorium und sammelten die ganze Abteilung um ihn.

28 Und zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel an

29 und flochten eine Dornenkrone und setzten sie ihm aufs Haupt und gaben ihm ein Rohr in seine rechte Hand und beugten die Knie vor ihm und verspotteten ihn und sprachen: Gegrüßet seist du, der Juden König!,

30 und spien ihn an und nahmen das Rohr und schlugen damit sein Haupt.

10.4. Karfreitag - Golgotha

 

 

 

Jesu Kreuzigung und Tod 

Matthäus 27: 33 Und als sie an die Stätte kamen mit Namen Golgatha, das heißt: Schädelstätte,

34 gaben sie ihm Wein zu trinken mit Galle vermischt; und als er's schmeckte, wollte er nicht trinken.

35 Als sie ihn aber gekreuzigt hatten, verteilten sie seine Kleider und warfen das Los darum.

36 Und sie saßen da und bewachten ihn.

37 Und oben über sein Haupt setzten sie eine Aufschrift mit der Ursache seines Todes: Dies ist Jesus, der Juden König.

38 Und da wurden zwei Räuber mit ihm gekreuzigt, einer zur Rechten und einer zur Linken.

39 Die aber vorübergingen, lästerten ihn und schüttelten ihre Köpfe

40 und sprachen: Der du den Tempel abbrichst und baust ihn auf in drei Tagen, hilf dir selber, wenn du Gottes Sohn bist, und steig herab vom Kreuz!

41 Desgleichen spotteten auch die Hohenpriester mit den Schriftgelehrten und Ältesten und sprachen:

42 Andern hat er geholfen und kann sich selber nicht helfen. Ist er der König von Israel, so steige er nun vom Kreuz herab. Dann wollen wir an ihn glauben.

43 Er hat Gott vertraut; der erlöse ihn nun, wenn er Gefallen an ihm hat; denn er hat gesagt: Ich bin Gottes Sohn.

44 Desgleichen schmähten ihn auch die Räuber, die mit ihm gekreuzigt waren.

45 Und von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Land bis zur neunten Stunde.

46 Und um die neunte Stunde schrie Jesus laut: Eli, Eli, lama asabtani? Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

47 Einige aber, die da standen, als sie das hörten, sprachen sie: Der ruft nach Elia.

48 Und sogleich lief einer von ihnen, nahm einen Schwamm und füllte ihn mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken.

49 Die andern aber sprachen: Halt, lass sehen, ob Elia komme und ihm helfe!

50 Aber Jesus schrie abermals laut und verschied.

51 Und siehe, der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stücke von oben an bis unten aus.

52 Und die Erde erbebte und die Felsen zerrissen, und die Gräber taten sich auf und viele Leiber der entschlafenen Heiligen standen auf

53 und gingen aus den Gräbern nach seiner Auferstehung und kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen.

54 Als aber der Hauptmann und die mit ihm Jesus bewachten das Erdbeben sahen und was da geschah, erschraken sie sehr und sprachen: Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!

11.4. Karsamstag - Die Grablegung

Jesu Grablegung

 

57 Am Abend aber kam ein reicher Mann aus Arimathäa, der hieß Josef und war auch ein Jünger Jesu.

58 Der ging zu Pilatus und bat um den Leib Jesu. Da befahl Pilatus, man sollte ihm ihn geben.

59 Und Josef nahm den Leib und wickelte ihn in ein reines Leinentuch

60 und legte ihn in sein eigenes neues Grab, das er in einen Felsen hatte hauen lassen, und wälzte einen großen Stein vor die Tür des Grabes und ging davon.

61 Es waren aber dort Maria von Magdala und die andere Maria; die saßen dem Grab gegenüber.

62 Am nächsten Tag, der auf den Rüsttag folgt, kamen die Hohenpriester mit den Pharisäern zu Pilatus

63 und sprachen: Herr, wir haben daran gedacht, dass dieser Verführer sprach, als er noch lebte: Ich will nach drei Tagen auferstehen.

64 Darum befiehl, dass man das Grab bewache bis zum dritten Tag, damit nicht seine Jünger kommen und ihn stehlen und zum Volk sagen: Er ist auferstanden von den Toten, und der letzte Betrug ärger wird als der erste.

65 Pilatus sprach zu ihnen: Da habt ihr die Wache; geht hin und bewacht es, so gut ihr könnt.

66 Sie gingen hin und sicherten das Grab mit der Wache und versiegelten den Stein.

12.4. Ostersonntag - Das leere Grab

Jesu Auferstehung

 

Matthäus 28: 1 Als aber der Sabbat vorüber war und der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria von Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen.

2 Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben. Denn der Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat hinzu und wälzte den Stein weg und setzte sich darauf.

3 Seine Gestalt war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee.

4 Die Wachen aber erschraken aus Furcht vor ihm und wurden, als wären sie tot.

5 Aber der Engel sprach zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht.

6 Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, wo er gelegen hat;

7 und geht eilends hin und sagt seinen Jüngern, dass er auferstanden ist von den Toten. Und siehe, er wird vor euch hingehen nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt.

8 Und sie gingen eilends weg vom Grab mit Furcht und großer Freude und liefen, um es seinen Jüngern zu verkündigen.

9 Und siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüßt! Und sie traten zu ihm und umfassten seine Füße und fielen vor ihm nieder.

10 Da sprach Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht hin und verkündigt es meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa gehen: Dort werden sie mich sehen.

13.4. - Ostern II

Der Missionsbefehl

 

16 Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte.

17 Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten.

18 Und Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.

19 Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes

20 und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Gesegnete Ostern!

Liebe Wegbegleiter! Nachdem es am Ostersonntag tatsächlich nach einer sonnigen, fast wolkenlosen Karwoche das erste Mal geregnet hat, musste der Kreuzweg an der Friedhofsmauer abgenommen werden. Leider sind alle Schilder aus Pappe, und da hätten die laminierten Fotos nach ein, zwei Regengüssen unschön ausgesehen. Mal sehen, ob die Osterwoche Zeit in petto hat, aus den Bildern eine digitale Wegstrecke wie Power Point oder YouTube Video zu erstellen. Auf jeden Fall freuen wir uns über Ihre und Eure lieben Rückmeldungen und auch die süße Überraschung an der Leine. Da diese nun etwas kahl aussieht, überlegen wir uns auch dafür eine neue Verwendung... Danke, dass Sie und Ihr mit uns auf dem Weg gewesen seid. Gesegnete Ostertage